Die Klavierkonzerte & The Future Symphony Orchestra Miki Skuta´s neuestes, einzigartiges Projekt !

Hier erklärt Ihnen Miki Skuta alles über seines Projekt “Die Klavierkonzerte”
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DIE IDEE

Seit die digitale Technik auch in der Welt der Musik Fuß zu fassen begonnen hat, habe ich diese Idee im Kopf. Seit gut zwanzig Jahren beschäftige ich mich nun mit dem Editieren von Musik. Steckte diese Technologie anfangs noch in den Kinderschuhen, so hat sie mittlerweile eine Reife erlangt, dass man sagen kann, dass mit ihr auch die allerkleinsten Nuancen selbst der klassischen Musik ausgedrückt werden können. Der Grundgedanke ist nicht zuletzt deshalb anregend, weil ein Klavierkonzert mit der nun zur Verfügung stehenden, hoch entwickelten Technologie jetzt überall erklingen kann – und zwar tatsächlich live! Ich denke hier an Orte und Räume, an bzw. in denen – aus rationellen Gründen – überhaupt kein Symphonieorchester auftreten kann.

VERWIRKLICHUNG

Um das Jahr 2009 habe ich mich mit der „Vienna Symphonic Library“ vertraut gemacht. Es handelt sich dabei um eine gigantische Datenbank, für die die Solisten dieses weltberühmten Wiener Orchesters schlichtweg alles, Ton für Ton, aufgenommen haben, vom feinsten Pianissimo bis zum rasantesten Fortissimo, und natürlich mit sämtlichen denkbaren Artikulationen. Wir verfügen somit frei über alle Töne, in Pizzicato, Legato, Tremolo, Glissando, (…). Naturgemäß liegt dieses Material anfangs wie ein nackter, toter Körper da. Doch erweckt es jemand Kompetenter zum Leben und haucht ihm eine Seele ein (ein kreativer Akt!), so klingt es nicht mehr so, als würde ein Roboter irgendeinen einprogrammierten Notentext kalt und gefühllos abspielen. Nach konsequenter und sorgfältigster Bearbeitung, bis ins kleinste Detail, kann tatsächlich ein akustischer Eindruck erweckt werden, der mit dem Klang eines „lebendigen“ Orchesters so gut wie identisch ist. Um die Bearbeitung eines Satzes eines Klavierkonzerts von Beethoven auf ein derartiges Niveau zu bringen, dass es selbst ein ausgebildeter Musiker nicht von einem live musizierenden Orchester unterscheiden kann, dauert es allerdings etwa einen Monat – aber es lohnt sich: Ein Klavierkonzert von Bach, Mozart, Tschaikowski oder Gershwin kann nunmehr praktisch überall erklingen, und zwar – ja, ich getraue mir, das zu sagen – live!

Live deshalb, weil ich den Solopart immer vor Publikum vortrage, genau wie im Konzertsaal einer Philharmonie. Damit aber alles so erklingt, wie ich mir das vorstelle, muss ich jeden einzelnen Teil und die von mir gewünschten Klänge jeder Instrumentengruppe so präzise beherrschen, als ob ich selbst alles spielen würde.  Als Ergebnis spielt das Orchester exakt nach meinen Vorstellungen, so, als wäre ich zugleich Dirigent, Orchestermusiker an jedem einzelnen Pult – und natürlich der Klaviersolist.

Das Computersystem erfüllt in diesem Fall sozusagen die Aufgabe eines Automotors. Wohin und wie schnell es dabei zugeht, wann das Tempo gedrosselt oder beschleunigt wird – dafür ist der Fahrer, also der Dirigent da. In diesem Fall werden Tempo, Dynamik, Phrasen – die ganze Agogik eben – von mir, dem lebendigen Musiker bestimmt, und zwar so, dass am Ende ein für mein Dafürhalten optimaler Klang erreicht wird, ein optimales Gesamtklangereignis.

Es waren genau diese demiurgischen Möglichkeiten, die mich begeisterten, sodass ich dieses einzigartige Projekt, ein Wagnis, angegangen bin. In naher Zukunft werde ich ausgewählte Klavierkonzerte von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Sergei Rachmaninoff, George Gershwin oder Maurice Ravel fertig bearbeitet haben.

KLAVIER

Dass während der Vorbereitungen zu diesem Projekt zeitgleich und auf gleich hohem Niveau wie die erwähnte Orchester-Library schlichtweg perfekte Softwareklaviere auf den Markt gekommen sind, gab der ganzen Idee nur noch eine weitere Dimension. Die allerbesten Klaviermanufakturen (Steinway & Sons, Fazioli, Yamaha, Bösendorfer) gaben für diese digitalisierten Klaviere ihren Namen her, eben weil dafür ihre besten Instrumente ideal aufgenommen und digitalisiert wurden. Nun kann man also Konzerte auf Plätzen und in Räumen verwirklichen, die anonsten nicht in der Lage wären, einen tauglichen Konzertflügel anzubieten.

Ja, ich wiederhole: wir hören Livemusik!, und das im kleinen Saal einer Galerie, beim Festkonzert eines internationalen Kongresses oder im Rahmen eines anspruchsvolleren Hauskonzerts der besonderen Art.

DIE ZUKUNFT

Ich bin überzeugt, dass wir eben in eine neue Epoche der Geschichte des Konzertlebens eintreten. Längst ist es uns selbstverständlich, dass Opernsänger bei Großkonzerten (die drei Tenöre; Berlin/Waldbühne; Wien/Schönbrunn) durch Mikrofone singen und Orchester in einem Stadion oder Amphitheater über riesige Klangsysteme verstärkt spielen, die selbst einer Rockgruppe genügten. Ich bin mir gewiss, dass mein einzigartiges Projekt dazu dienen kann, live aufgeführte klassische Musik auch an Orte zu bringen, wo bisher keine Chance für sie bestand.